Ab einer Bartlänge von etwa 1 cm machen viele Männer eine ähnliche Erfahrung: ihr Bart wird zunehmend strohig, hart oder fängt zu Jucken an. Grund dafür ist, dass die natürliche Talgproduktion der Haut ab dieser Haarlänge oft nicht mehr ausreicht, um unser Barthaar mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen, die es gesund, weich und glänzend halten. Speziell im Winter verstärkt sich dieser Effekt unter der Einwirkung der kalten Umgebungsluft, die dem Bart zusätzliche Feuchtigkeit entzieht. Im letzten Schritt trocknet die Haut unter dem Bart, Schuppen bilden sich und Juckreiz kann entstehen.

Auf einmal erscheint die eigene Bartpracht in einem ganz anderen, nicht ganz so angenehmen Licht. Manch einer mag an diesem Punkt sogar in einer wilden Kurzschlussreaktion zum Rasierer gegriffen haben. Unschön!

Zu unserem Glück gab es in der Weltgeschichte ein paar findige Männer, die auf der Suche nach einer Lösung für all’ diese Probleme so etwas wie den heiligen Gral der Bartträger entdeckt haben: das Bartöl und das Beard Balm, um deren Entdeckung sich viele Legenden und Mythen ranken, auf die wir hier aber aus zeitsparenden Gründen erstmal nicht eingehen möchten. Wichtig für uns ist erstmal, dass diese beiden Mittel eurem Bart (und eurer Haut) die nötigen Nährstoffe zuführen, damit er wieder schön weich wird, glänzt, gut riecht und der Juckreiz verschwindet.

BARTÖL

Hauptbestandteil eines guten Bartöls sind die pflegenden Bestandteile: als Grundlage hierfür dient eine Auswahl an natürlichen Pflanzen-Ölen, welche Ihre Wirksamkeit bereits in den verschiedensten Anwendungsbereichen bewiesen haben und teilweise seit Jahrtausenden zur Pflege von Haut und Körper eingesetzt werden.  An dem Punkt welches Öl  davon sich am besten zur Pflege des Bartes eignet, scheiden sich die Geister der Experten. Wir möchten euch hier unseren persönlichen Favoriten vorstellen, die wir durch viele Experimente, Befragungen und Gespräche mit unseren Kunden identifiziert haben:

Als kostengünstiger Ersatz werden statt dieser natürlichen Zutaten oft Nebenprodukte aus der Mineralölraffinerie eingesetzt:

Einerseits sind diese Stoffe eurem Körper fremd, wodurch die eventuell enthaltenen Pflegestoffe nicht richtig einziehen können. Andererseits dichtet Mineralöl auch eure Haut ab (ähnlich wie bei den Silikonen im Shampoo), so dass sie nicht mehr richtig atmen kann und verlangsamt ihren natürlichen Regenerationsprozess. Ihr solltet sie daher besser vermeiden.

Der Nebenbestandteil eines guten Bartöls sind Aromastoffe. In der Regel natürliche essentielle Öle. Diesen Aromen werden die unterschiedlichsten homöopathischen Wirkungen nachgesagt: z.B. soll Zedernholzöl beruhigen, während Limettenöl eine eher belebende Note besitzt. Man kann das Ganze von der Theorie her auf die Spitze treiben, deswegen lautet unsere pragmatische Empfehlung an euch: wichtig ist erstmal nur, dass ihr euch mit dem Duft wohl fühlt – sonst nichts! 🙂

Tipp: Falls du dir basierend auf diesen Infos gerne dein eigenes Bartöl erstellen möchtest, empfehlen wir dir für den Anfang eine Mischung aus Arganöl und Mandelöl im Verhältnis 1:1, angereichert mit deinen Lieblings-Aromen in Form von essentiellen Ölen. Achte bei den Zutaten vor allem auf eine gute Qualität (“kaltgepresst” und “bio” sind einfach erkennbare Qualitätsmerkmale). Beziehen kannst du sie in jedem gut sortierten Biosupermarkt oder im Internet (z.B. Amazon).

BEARD BALM

Beard Balm (zu dt. “Bartwachs” oder “Bart-Balm”) kümmert sich im Grunde um die selben Problemzonen wie Bartöl. Der große Hauptunterschied ist jedoch, dass das Balm neben den flüssigen Pflege- und Aromastoffen aus dem Öl, auch festen Zutaten wie z.B. Bienenwachs und Shea-Butter enthält.

Bei Raumtemperatur ist es fest. Das ist einerseits gut für Männer, die sich mit der öligen Textur von Bartöl nicht anfreunden können, andererseits ergibt sich dadurch eine ganz spezieller Effekt: euer Bart sieht nach der Anwendung fülliger aus!

Die Illusion kommt  dadurch zustanden, dass das Balm beim Auftragen in den Händen verflüssigt wird und sich erst im Bart wieder verfestigt. Die Pflegestoffe legen sich bei der Festigung um das Haar herum, wodurch euer Bart zusätzliche Stabilität & Volumen gewinnt. (Bitte beachten: Beard Balm ist trotz dieses Effekt in der Regel nicht zum Zwirbeln von Schnurrbärten geeignet. Hierfür solltet ihr stattdessen oder zusätzlich zu reinen Styling-Werkzeuge wie z.B. “Bartwichse” greifen)

Hervorragende feste Bestandteile (zusätzlich zu den oben bereits genannten Pflegestoffen im Bartöl) sind die folgenden natürlichen Fette:

Ähnlich wie beim Bartöl werden auch hier hier aufgrund des geringeren Preises gerne Derivate aus der Mineralölindustrie verwendet. Die Gründe diese zu vermeiden, bleiben die selben:

Tipp: Falls ihr euch euer eigenes Beard Balm herstellen möchtet, könnt ihr dies ebenfalls mit Zutaten aus dem Biomarkt oder Internet tun. Allerdings ist die Herstellung hier durch die Vermengung von festen und flüssigen Stoffen ein bisschen komplizierter. Nicht viel – aber wir werden hierzu einen extra Artikel veröffentlichen, um das Format nicht zu sprengen. 😉

WIE WERDEN BARTÖL UND BEARD BALM ANGEWANDT?

Bartöl & Beard Balm solltest du  für eine optimale Wirkung 1-2x täglich anwenden.

Grundsätzlich empfehlen wir Bartöl nach der Dusche, auf das noch leicht feuchte Barthaar aufzutragen. Dann es ist es schön weich und nimmt alle enthaltenen Pflegekomponenten perfekt auf.

Achtet beim Auftragen darauf, dass Öl nicht vorher in den Händen zu verreiben, sondern direkt in den Bart zu massieren. Damit zieht nichts von der kostbaren Essenz unnütze in eure Hände ein.

Für die empfohlene Menge an Öl lässt sich nur schwer eine pauschale Aussage treffen. Das hängt einfach zu sehr von eurer Bartdichte und –länge ab. Für den durchschnittlichen Mann reichen in etwa 2-3 Pump-Stöße.

Beard Balm solltet ihr im Anschluss verwenden, wenn das Barthaar wieder trocken ist. Aus dem einfach Grund: Wasser und Fett vertragen sich nicht so gut miteinander. Wichtig ist, dass ihr beim Auftragen das Balm mit der Fingerspitze aufnehmt und vorher gut in den Händen warm reibt, bis es sich beinahe komplett aufgelöst hat. Nur dann lässt es sich auch gut in den Bart einarbeiten.

LIEBER BARTÖL, BEARD BALM ODER GAR BEIDES?

Ob ihr euch für das Öl oder das Balm entscheidend, ist eine Frage der persönlichen Präferenz. Wir haben festgestellt, dass eine Kombination von beidem die besten Pflege-Ergebnisse liefert. Denn beide Produkte bestehen aus unterschiedlichen Komponenten, die sich auf natürlich Art und Weise perfekt ergänzen.

Spar-Füchsen empfehlen wir: Entscheidet euch für eins von beidem. Je nach dem, was sich für euch besser anfühlt 🙂