Herkömmliche Shampoos sind dazu gemacht, eure Haut und euer Haar zu entfetten und selbst den gröbsten Schmutz zu entfernen. Viele Produkte enthalten deshalb sehr aggressive Tenside, die zwar gut aufschäumen, aber auch viel von der natürlichen Feuchtigkeit und den natürlichen Nährstoffen aus deinem Bart entfernen. Wäscht du mit diesen Produkten täglich deinen Bart, kann es schnell sein, dass er sich trocken und strohig anfühlt (ein sg. “Drahtbürsten-Bart”). Bartöl nach dem Duschen kann dann zwar helfen, aber warum erst etwas zerstören, um es danach wieder aufzubauen?
Greife daher zu einem milden Shampoo aus der Drogerie („sensitive“ Shampoos sind am ehesten geeignet) oder
einem speziellen Bart-Shampoo. Ein solches Shampoo kann unbedenklich täglich eingesetzt werden, um euren Bart von den Verunreinigungen des Tages zu befreien.

FOLGENDE INFOS KÖNNEN DIR DABEI HELFEN EIN GUTES SHAMPOO ZU FINDEN

Ein Blick auf die Verpackung hilft! Orientiert euch beim Shampoo-Kauf, an Produkten die hauptsächlich auf milden Tensiden basieren und vermeidet die aggressiven. Die Zutaten mit dem höchsten Volumenanteil im Produkt stehen an erster Stelle auf der Verpackung bzw. dem Etikett:

Ihr werdet schnell feststellen, dass ein Großteil der Shampoos im Verkauf auf aggressiven Tensiden basiert. Das hat den Hintergrund, dass diese Tenside besonders günstig im Einkauf sind und sehr gut schäumen, was für viele Kunden immer noch wichtig ist. Lasst euch aber bitte nicht täuschen: ein gutes Shampoo muss nicht übermäßig schäumen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Ein bisschen Schaumbildung reicht schon aus, um die gewünschte Reinigungswirkung zu erreichen.

FOLGENDE BAD BOYS FINDEN SICH EBENFALLS IN VIELEN HERKÖMMLICHEN SHAMPOOS:

Sulfate: eigentlich nur ein weiterer Begriff für aggressive Tenside (s.o.), also nichts Neues 😉
Parabene: töten Schimmelpilze und Bakterien ab und machen herkömmliche Shampoos dadurch haltbarer. Allerdings besitzen Parabene auch ein nicht zu verachtendes Allergie-Potenzial. Sensible Menschen sollten Parabene eher meiden. Kleine Info am Rande: man sagt die chemische Struktur dieser Stoffe ähnelt ein bisschen dem Hormon Östrogen, was für uns Männer, naja nicht so sonderlich toll ist 😉
Silikone: Silikone legen sich wie ein Film um jedes einzelne Haar und machen es auf diese Weise glatt, glänzend und leicht kämmbar. Das klingt erstmal gut, nur sind diese Stoffe nicht wasserlöslich. Heißt: bei jeder Wäsche gelangt immer mehr Silikon auf das Haar und die Kopfhaut. Die Haare werden regelrecht vom Silikon umschlossen. Das Gleiche spielt sich auch auf eurer Kopfhaut ab: das Silikon kann diese „versiegeln“ und am Atmen hindern. Wir empfehlen: am besten vermeiden!
Polyquaternium-7 (Mikroplastik): Dieser Stoff bedarf besonderer Aufmerksamkeit, weil er oft in den Bartshampoos großer Drogerieketten vorzufinden ist, die mit dem Slogan „ohne Silikone“ beworben werden. Polyquaternium ist im Einkauf günstiger als Silkon, besitzt ähnliche Eigenschaften und wird deshalb gerne als Silikon-Ersatz in Shampoos eingesetzt (obwohl man darauf durchaus gänzlich verzichten könnte). Die negativen Aspekte sind die selben wie beim Silikon, mit dem Zusatz dass Polyquaternium Acrylamid enthält (was u.a. als krebserregend eingestuft wird) und zur allgemeinen Mikroplastik-Verschmutzung unserer Umwelt beiträgt.

UND FALLS IHR EUCH MAL UNSCHLÜSSIG SEIN SOLLTET:

Die Website Codecheck.info liefert stets aktualisierte Informationen zur Bedenklichkeit / Unbedenklichkeit von allen Inhaltsstoffen, die in den gängigen Pflegeprodukten zu finden sind.